2010 Schottland


T-1
Posted in Schottland 2010 on August 29, 2010 by Martin
So, morgen geht es endlich los. Die Katze ist schon in ihrem Urlaubsdomizil, die Wohnung ist geputzt und die Koffer sind jetzt auch gepackt. Unser Flieger hebt morgen um 12 Uhr in Frankfurt ab und ca. 90 Minuten später landet er in Edinburgh.
Schön ist, dass Deutschland uns ja in diesem Sommer schon auf das schottische Wetter eingestellt hat. Zum Abschied waren wir heute noch einmal Schnitzel essen. Wer weiß, wann es etwas ähnlich Gutes wieder gibt. Vielleicht muss ich mich ja 12 Tage von Fish&Chips ernähren, denn Eins steht fest: Haggis esse ich nicht! Aber eventuell gibt es ja noch andere kulinarische Köstlichkeiten in der schottischen Küche zu entdecken...
So, mehr gibt es ab morgen, wenn wir dann endlich dort sind.

Scotland Day 1
Posted in Schottland 2010 on August 30, 2010 by Martin
So heute ging es dann der Sonne entgegen. Ja, ihr lest richtig, bei uns in Schottland scheint die Sonne und man kann es locker mit kurzen Ärmeln aushalten. Aber fangen wir mal von Vorne an:
Unser Taxi hat uns um 8:00 in Maintal abgeholt. Nach langer Wartezeit ist unser Flieger dann mit einer halben Stunde Verspätung in Richtung Edinburgh abgehoben. Die Zeit an Bord verging wie im Flug ;-). Nein, ernsthaft, es ging wirklich sehr schnell, aber der eigentlich Spaß hat ja danach erst angefangen: das Autofahren. Wie ihr ja wisst, die Engländer machen das ja falsch herum. Eigentlich war unsere Hoffnung, dass es mit einem rechts gesteuerten Auto leichter ist sich anzupassen, aber mit links zu schalten ist schlichtweg grausam. Ständig erwische ich statt dem 2. den 4. Gang. Naja vielleicht wird das ja noch...
Natürlich war es heute zu spät um noch viel zu unternehmen, aber etwas haben wir uns doch angesehen: Scone Palace, den früheren Krönungsort der schottischen Könige und jetzigem Wohnsitz der Mansfield Familie. Die sind immerhin noch so wichtig, dass Prince Charles vor ca. 3 Monaten zu Besuch war. Die Leute hier waren allesamt sehr nett und haben sich auch alle Mühe gegeben ihren schottischen Akzent zu unterdrücken.
Von da aus sind wir dann in unser heutiges Domizil aufgebrochen. Das Bendarroch House ist ein ehemaliges Herrenhaus, das wir heute ganz alleine für uns haben, da die Betreiberin (eine Deutsche) im Haus nebenan wohnt und wir im Moment die einzigen Gäste sind.
Zum Abendessen gab es dann Fish & Chips, schließlich sind wir ja in Großbritannien. Dazu gab es ein etwas charakterloses Bier aus der Gegend und zum Nachtisch den Whisky of the Month, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Aber er war auch nicht unbedingt so gut, dass man sich ihn nicht merken muss.
So, dass war es erst einmal für heute.

Scotland Day 2
Posted in Schottland 2010 on August 31, 2010 by Martin

Heute ging es eigentlich recht gemütlich um 8:30 Uhr mit dem Frühstück (Pancakes mit Speck) los. Danach ging es dann ab in die kleinste (legale) Destillerie Schottlands: Edradour. Die 3 fest angestellten Mitarbeiter produzieren 12 Fässer, mit ca. 2700 Litern, Roh-Whisky pro Woche. Das entspricht einer Jahresproduktion von ca. 90000 Litern, oder 250000 Flaschen, Whisky. (Zwei davon sind heute in unseren Besitz über gewandert ;-) ). Die Führung war wirklich sehr interessant und der Whisky, den man gleich zu Beginn trinken MUSSTE, war auch sehr lecker. Von unserem Guide wurde er als Breakfast-Whisky bezeichnet.
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Nachdem ich wieder nüchtern war ging es dann weiter zu Blair Castle. Dieses Schloss kann man größtenteils besichtigen. Der Besitzer, der Duke of Atholl, ist der Einzige, der im Vereinigten Königreich das Recht auf eine Privatarmee besitzt. Das sind die (wie ich jetzt auch weiß) berühmten Atholl Highlanders. Die Truppenstärke beträgt 80 Mann.
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Von dort aus ging es dann zum Austragungsort der Schlacht von Killiecrankie, die zwischen den Engländern und den Schotten 1689 ausgetragen wurde. Die Schlacht wurde (natürlich!) von den Schotten gewonnen. Ein unterlegener englischer Soldat (Donald McBean) hat sich nach der Schlacht durch einen Sprung über 5,50 Meter, über die Schlucht des Flusses Garry, in Sicherheit gebracht. Damit hat er sich in den Geschichtsbüchern mit dem so genannten Soldier's Leap verewigt.
Danach haben wir noch den Ausblick am Queen's View genossen. Dieser Aussichtspunkt am nordwestlichen Ufer von Loch Tummel. Der Aussichtspunkt wird meistens in einem Atemzug mit Queen Victoria genannt, die hier 1866 zu Besuch war, allerdings soll dieser herrliche Flecken Erde an Königin Isabella, die Frau von Robert the Bruce, erinnern. Leider ist das Bild nicht soo gut, da wir gegen die Sonne fotografieren mussten. Die scheint hier nämlich immernoch den ganzen Tag...
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Danach haben wir dann noch einen Steinkreis gesucht, aber leider keinen gefunden. Naja, vielleicht bauen wir morgen einfach selber einen. Genug Steine liegen hier ja rum...

Scotland Day 3
Posted in Schottland 2010 on September 01, 2010 by Martin
Heute sind wir nach einem leckeren Frühstück (Ei mit Lachs und halb englischem Frühstück (ohne Bohnen und Würstchen)) aufgebrochen in Richtung unseres nächsten B&Bs.
Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Halt an an der Klamm „Linn of Dee“ gemacht. Der Fluss Dee verwandelt sich hier von einem trägen Flüsschen zu einem reißenden Wildwasser, in dem man besser nicht versuchen sollte zu schwimmen.
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Nach dieser Klamm haben wir uns dann zum Schloss Balmoral aufgemacht. Irgendwie hat unsere Reiseagentur aber vergessen uns anzukündigen, denn das Schloss war schon von der königlichen Familie ausgebucht und die Polizisten, die hier Wache schieben, wollten uns nicht zu ihnen reinlassen. Ich hätte gerne mal mit Charles einen Whisky getrunken... Das hier ist leider das Einzige, außer dem Gift-Shop, was wir von dem Schloss sehen durften:
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Nachdem uns der Einlass verwehrt wurde haben wir uns dann zu der umgebauten Kirche aufgemacht, in der wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Natürlich blieb auf der 200 km Fahrt genug Zeit endlich auch ein paar Dosen zu suchen und sich in deren Logbüchern zu verewigen ;-).

Scotland Day 4
Posted in Schottland 2010 on September 04, 2010 by Martin

Manchem ist vielleicht schon aufgefallen, gestern hat der Blog gefehlt. Wie es dazu kam kommt gleich. Ich will aber erst einmal unsere gestrigen Ausflüge beschreiben.
Angefangen haben wir, nach einem sehr reichhaltigen, englischen Frühstück mit Cawdor Castle. Das war eine Empfehlung von Herbert, unserem Gastgeber. Da wir aber schon genug Schlösser von innen gesehen haben, haben wir beschlossen uns diesmal nur die Gärten rundherum anzusehen. Berühmt wurde das Schloss durch Shakespears Tragödie Macbeth, die hier in dieser Gegend spielt.
Nachdem wir die Gärten wieder verlassen hatten haben wir Fort George einen Besuch abgestattet. Das Fort wurde nach dem Ende des Jakobitenaufstands am Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, um die schottischen Highlands zu befrieden. Obwohl das Fort auf einer Landzunge steht, diente es nicht hauptsächlich dazu Angriffe über den Seeweg zu vereiteln, sondern um das zusammenrotten einer neuen Streitmacht an Land zu verhindern. Die vollkommen intakte Anlage ist heute noch Stützpunkt und Kaserne der britischen Armee.
Von dort aus haben wir uns dann auf den Weg nach Elgin gemacht. Laut unserem Reiseführer gibt es dort ein Meisterwerk der schottischen Architektur zu bewundern. Das hier:
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Mal ganz ehrlich, wenn das ein Meisterwerk der schottischen Architektur ist, dann möchte ich nie in einem Gebäude sein, dass ein schottischer Architekt gebaut hat.

Anschließend sind wir dann zum Moray Coast Trail gefahren, um dort an Stück am Meer entlang zu Laufen. Nachdem wir unseren Spaziergang beendet hatten wurde uns klar, dass der Tank von unserem Auto schon verdächtig leer war. Was also tun? Tanken, oder doch lieber gleich einen anderen Mietwagen nehmen?
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Da wir befürchteten, dass es mit zwei eingeschlagenen Fenstern etwas zugig werden könnte, haben wir beschlossen, dass ein neuer Mietwagen wohl die bessere Wahl ist. Das ist natürlich nicht ganz so einfach. Aber ich erkläre euch mal, wie man das hinbekommt:
Zuerst lässt man sich, wie schon gesagt zwei Scheiben einschlagen. Dabei muss man sich dann unter Anderem von drei Jacken, einem Pullover, einer Sonnenbrille und einem nagelneuen Navigationssystem, dass man extra für diesen Urlaub gekauft hat, verabschieden.
Nach einem Anruf bei der Polizei fährt man dann zurück nach Elgin auf das Polizeirevier um den Vorfall aufnehmen zu lassen. Wenn da kein Polizist Zeit hat wird man dann zurück in sein B&B geschickt, wo dann nachts um 22:30 endlich jemand vorbei kommt, der die Aussage aufnimmt. Zeitgleich kann jemand Anderes sich schon in einem mehrstündigen Gespräch von Warteschleife zu Warteschleife durchhangeln, um dann den Vorschlag zu bekommen, dass die Mietwagenfirma jemanden vorbei schickt, der die kaputten Fenster mit Folie abklebt. Danach könne man ja den restlichen Urlaub so durch die Gegend fahren. Alles klar. Dann hat es der nächste Autoknacker auch einfacher...
Jana hat dann, am Ende der Warteschleife den Vorschlag gemacht den Wagen in Inverness zu tauschen. Die Hotline (bzw. eher eine Coldline) konnte dazu nichts sagen, außer, dass die schon geschlossen haben und wir bis morgen warten müssten. So eine Sch..... hätte wirklich keiner gebraucht!
Hillary und Herbert, unsere Gastgeber haben dann noch die halbe Nachbarschaft auf Trab gehalten, da sie für uns Klebeband und Folie zum abkleben besorgen wollten. Eine Nachbarin hat dann die benötigten Dinge vorbeigebracht.
Wenn jetzt jemand denk „Klar, die Engländer sind ja alles Drecksäcke“, dem kann ich nur sagen: Falsch! Idioten gibt es auf der ganzen Welt!
Jeder, inklusive dem Polizist, der meine Aussage aufgenommen hat, hat gesagt, dass er von so Etwas noch nie gehört hat. Außerdem hat wirklich Jeder (außer der Coldline) versucht uns zu helfen. Vor Allem Herbert. Nachdem wir das Fenster mit Folie abgeklebt hatten, sind wir dann endlich ins Bett gegangen.
To be continued...

Scotland Day 5
Posted in Schottland 2010 on September 04, 2010 by Martin 
„Guten Morgen!
Achso, nein, da war ja diese Sache gestern... Naja, egal, erst einmal frühstücken, dann die Koffer packen und dann ab zum Flughafen in Inverness. Mal sehen ob da das Auto getauscht bekommen.“
So ähnlich waren meine ersten Gedanken heute, nachdem ich den Wecker ausgeschaltet hatte. Gedacht getan. Nachdem wir das Auto beladen hatten, haben Hillary und Herbert uns sehr herzlich verabschiedet und uns noch genau den Weg zum Flughafen erklärt.
Dort angekommen hatte keiner der Mitarbeiter von Europcar so seltsame Ideen, wie deren Coldline. Da kam keiner mit dem Vorschlag die Scheiben ab zu kleben, sondern die wollten ein Formular ausgefüllt haben und dann bekamen wir einen neuen Wagen. Das Ganze hat nur ca. eine Stunde gedauert, dann waren wir wieder uneingeschränkt mobil. Völlig problemlos.
Von Inverness haben wir uns dann mit dem (vollgetankten ;-) ) Golf auf den Weg zum Schlachtfeld von Culloden gemacht, wo Bonnie Prince Charlie (Charles Edaward Stuart) in nur einer Stunde die Schlacht gegen die Regierungstruppen verlor. Neben der Weite dieses Schlachtfelds war ich meisten von der Technik begeistert. Audio Guides, die automatisch an bestimmten Punkten des Schlachtfelds passende Kommentare abspielten und eine Multimedia Ausstellung, in der die gesamte Entwicklung vor der Schlacht dargestellt wird.
Von dort aus sind wir dann in Richtung Loch Ness gefahren. Nessie war wie immer zu scheu, um sich zu zeigen, deshalb haben wir uns dann die Ruine von Schloss Urquhart angesehen.
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Danach ging es wieder ins Auto und weiter in Richtung Isle of Skye, wo wir heute übernachten. Auf dem Weg dorthin haben wir dann noch die Burg angesehen, auf der der Film Highlander gedreht wurde. Das Witzige an Eilean Donan Castle ist, dass sie erst 1932 fertiggestellt wurde. Naja, sie ist nach den Orginalplänen aus dem 13. Jahrhundert wieder neu errichtet worden.
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Das war der letzte Halt vor unserer heutigen Bleibe.

Scotland Day 6
Posted in Schottland 2010 on September 05, 2010 by Martin
Heute war wirklich ein guter Morgen. Der erste Blick aus dem Fenster, nachdem die Augen offen waren, zeigte: NICHTS! Zumindest nichts was an Zivilisation erinnert (Außer dem Fenster selbst natürlich). Ok, der Zaun ist bestimmt auch nicht von selbst da gewachsen, aber ihr wisst schon was ich so ungefähr sagen will. Es sind zumindest keine Häuser oder Straßen in Sichtweite.
Nach einem kräftigen, englischen Frühstück haben wir uns dann an die Erkundung der Insel gemacht. Die erst Station war die Talisker Destillerie, wo mein Lieblingswhisky hergestellt wird. Im Prinzip war das Ganze nichts Anderes als in der Edradour Destillerie, nur eben um ein paar Nummern größer. Leider kamen wir wohl ein paar Tage zu spät, denn bis vor kurzem gab es noch einen Whisky zu kaufen, der seit 1979 in den Eichenfässern gereift ist. Naja, dann musste eben eine Flasche 57° North erworben werden. Die war auch billiger.
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Danach haben wir uns dann auf die Route gemacht, die uns Jo, unsere Gastgeberin, vorgeschlagen hat. Das war zunächst das Neist Point Lighthouse. Wie der Name schon sagt ist es ein Leuchturm. Davor kann man Wale und Riesenhaie beobachten. Das ist uns auch gelungen. 3 bis 4 Riesenhaie haben vor der Küste das Wasser nach Plankton durchsiebt. Leider waren die so weit weg, dass unsere Kameras sie nicht bildlich festhalten konnten.
Von dort sind wir nach Dunvegan gefahren. Dort kann man zum Einen das Dunvegan Castle besichtigen, was wir diesmal nicht gemacht haben. Stattdessen haben wir einen kurzen Ausflug mit einem Boot unternommen, um die dortige Seehundkolonie anzusehen.
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Wieder im Auto ging es dann weiter in Richtung „Old Man of Storr“, einer spektakulären Felsformation, und zum „Kilt Rock“, wo sich ein Wasserfall über die Steilküste ins Meer ergießt.
Auf dem Nachhauseweg haben wir dann noch unseren ersten Steinkreis gesehen. Der ist gleich um die Ecke von unserem B&B.
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Zugegeben, an Stonehenge kommt er nicht ganz ran, aber zumindest haben wir jetzt einen gesehen.

Scotland Day 7
Posted in Schottland 2010 on September 05, 2010 by Martin

Und wieder sehe ich nichts, als ich heute die Augen aufmache... daran könnte ich mich gewöhnen. Aber ich glaube das eine Insel, auf der es nur 8000 Einwohner gibt, auf Dauer doch etwas zu langweilig ist.
So, nach einem deutlich einfacheren Frühstück, nur Müsli mit frischen Früchten und Toast mit Marmelade, haben wir uns auf den Weg nach Fort William gemacht, wo wir heute und morgen im Mansfield Guest House übernachten. Allerdings hat uns Jo, unsere Gastgeberin noch den Tipp für einen kleine Schwenk gegeben, den wir auch dankbar angenommen haben. Auf diesem Umweg hat man einen super Blick auf die Berge des Festlands (ja, die nennen die englische Insel wirklich Festland. Verrückt, oder?).
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Ach so, bevor es wirklich losging haben wir uns knapp eine Meile vom Foxwood B&B noch Dun Beag Broch angesehen. Eine ca. 2000 Jahre alte Ruine eines Rundhauses. Aber auch hier haben die Schotten wieder kräftig geräubert, um mit den Steinen ihre kleinen Mäuerchen zu bauen.
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Sonst gibt es heute eigentlich nicht wirklich viel zu berichten, da wir heute wieder viel Zeit im Auto verbracht haben.
Als wir schon in der Nähe von Fort William waren haben wir uns noch das Glenfinnan Monument angesehen. Das ist ein Turm, auf dessen Spitze eine lebensgroße Figur eines Highlanders steht. Auch dieser Ort ist wieder mit Bonnie Prince Charlie verknüpft, da er hier einst eine Rede vor den Clanführern hielt, die daraufhin unter seinem Befehl in die Schlacht gegen die Engländer zogen.
Direkt hinter dieser Statue kann man ein großes Viadukt sehen, über den Züge fahren. Bekannt ist dieser Viadukt aus dem Film Harry Potter, da der Hogwarts Express darüberfährt.
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Zum Abendessen ging es dann in einen Pub, der wohl normalerweise nicht unbedingt von Touristen aufgesucht wird. Das Essen war aber sehr gut und das Bier hat auch geschmeckt.

Scotland Day 8
Posted in Schottland 2010 on September 06, 2010 by Martin
Heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Angefangen haben wir unsere heute Tour mit Neptune's Staircase. Das ist eine Aneinanderreihung von mehreren Schleusen (8 um genau zu sein). Durch diese Schleusentreppe werden Boote auf dem Kaledonischen Kanal insgesamt um 64 Fuß (19,5 Meter) gehoben (oder gesenkt natürlich). Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die 16 Schleusentore noch per Hand bewegt, mittlerweile werden sie aber natürlich hydraulisch betätigt.
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Anschließend haben wir uns auf den Weg zu den Lower Falls am Fuße des Ben Nevis gemacht. Dafür durfte ich mal wieder eine Single Track Road durch das Tal Glen Nevis fahren. Trotz einiger Ermahnungen, dass das Frühstück noch nicht so lange her sei, habe ich trotzdem Spaß auf der Straße gehabt.
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Ach so, in diesem Urlaub habe ich ja noch gar nichts von wilden Tieren geschrieben. Heute sind uns aber wieder welche vor die Kamera gekommen.
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Danach haben wir uns die Stadt Fort William mal etwas genauer angesehen. Das soll heißen: wir waren Shoppen, denn schließlich wäre durch den Diebstahl unserer Jacken ja ungenutzter Platz in den Koffern verfügbar. Das kann ja nicht sein. Ich denke aber, dass wir leeren Stauraum erfolgreich bekämpft haben.
Als letztes Etappenziel stand die Stadt Oban auf dem Programm. Eigentlich war das schönste hier der Hafen und die bunten Farben der Geschäfte an der Hauptstraße. Die haben wir jedoch nur von außen angesehen, denn wir waren ja schon shoppen.
Zum Abendessen sind wir wieder zurück nach Fort William gefahren. Gott sei Dank habe ich bis jetzt immer etwas Anderes als Haggis auf der Karte gefunden, dass ich essen wollte ;-).

Scotland Day 9
Posted in Schottland 2010 on September 08, 2010 by Martin

Heute hatten wir das erste Mal schottisches Wetter! Soll heißen: Wir konnten die Waterproof-Eigenschaft unserer Jacken testen. Sie haben bestanden. So langsam kam bei uns schon das Gefühl auf, dass die Schotten das schlechte Wetter nur als Gerücht verbreiten, damit weniger Touristen ihr schönes Land überfallen.
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Der heutige Tag war eigentlich nur dafür gedacht von Fort William nach Edinburgh zu fahren. Auf dem Weg dahin haben wir aber noch einem schottischen Nationalhelden unsere Aufwartung gemacht. Gemeint ist Red Robert McGregor, besser bekannt als Rob Roy. Dreimal wurde der schottische Robin Hood von der Obrigkeit gefangen genommen, konnte aber jedesmal wieder fliehen. Gestorben ist er nicht etwa, wie man bei einem solchen Leben erwarten würde, durch den Strick, sondern er ist zuhause friedlich im Kreise seiner Familie eingeschlafen.
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Anschließend haben wir uns noch drei Sehenswürdigkeiten in Stirling angesehen. Das war zunächst das Stirling Castle (wir hatten ja hier im Blog schon lange kein Schloss mehr). Der Fels auf dem die Burg sich befindet wurde schon in der Eisenzeit mit Befestigungen versehen. Die Schotten begannen jedoch ab dem 12. Jahrhundert die Burg zu einer uneinnehmbaren Festung auszubauen (mit nur mäßigem Erfolg, weil es den Engländern trotzdem 2 Mal gelang hier einzumarschieren).
Anschließend ging es dann in die nur ein paar hundert Meter entfernte Church of the Holy Rude. In dieser Kirche wurde 1543 dir nur 9 Monate alte Mary Stuart zur Königen von Schottland gekrönt. Das witzige bei dieser Kirche ist, dass zwei Pfarreien sich um das Nutzungsrecht stritten und so eine Zwischenwand eingezogen wurde. Erst im 20. Jahrhundert wurde diese Wand wieder entfernt.
Danach haben wir dann dem ältesten Pub Schottlands einen Besuch abgestattet. Der Settle Inn wurde 1733 eröffnet. Wir haben uns ein kurzes Getränk gegönnt und sind dann weiter in Richtung Edinburgh gezogen.
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Dort haben wir dann unser Auto zurückgegeben und uns nach einem Besuch in einem Pub im Stadtzentrum in unser Hotel verkrümelt.

Scotland Day 10
Posted in Schottland 2010 on September 09, 2010 by Martin

Der Regen von gestern war scheinbar wirklich nur ein Ausrutscher, denn heute war das Wetter wieder deutlich besser. Die Sonne scheint in Schottland schon sehr oft....
Um uns vor den Sonnenstrahlen zu schützen haben wir den Tag unter der Erde begonnen. Genauer gesagt im Edinburgh Dungeon. Hier wurde uns die etwas andere Geschichte Schottlands erzählt. Unter anderem haben wir einen Richter kennengelernt, der wohl sehr viel Spaß am verurteilen hatte, eine Foltermagd (Folterknechtin?), die ihren Job wohl sehr gut gemacht hat, und eine Familie (am Ende ca. 60 Familienmitglieder), die wohl am liebsten Menschenfleisch zu sich genommen hat. Wir haben überlebt!
Nach dem leichten Grusel am Morgen haben wir uns dann auf den Weg gemacht, den Berg zum Edinburgh Castle zu erklimmen. Diese Festung auf dem Felsen über Edinburgh wechselte in den Kriegen zwischen Schottland und England oft den Besitzer und wurde dabei auch oft zerstört. Letzten Endes blieb sie aber immer in schottischer Hand und wurde auch immer wieder aufgebaut. Die wohl berühmteste Bewohnerin war Maria Stuart, allerdings ist das älteste Gebäude, die St Margaret's Chapel schon im 11. Jahrhundert erbaut. Die Hauptattraktion auf diesem Schloss sind die Kronjuwelen. Natürlich nicht die englischen, ich glaube Lisbeth hätte etwas dagegen, aber auch die schottischen machen schon etwas her.
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Von dort aus haben wir uns uns die Royal Mile hinunter, vorbei an diversen anderen Sehenswürdigkeiten und dem schottischen Parlament, in Richtung des Palace of the Holyrood House gemacht. Das ist das Heim von Lisbeth, wenn sie in Edinburgh residiert. Ursprünglich war der Palast nur das Gästehaus einer Abtei, die im 12. Jahrhundert gebaut wurde, mittlerweile aber nur noch als Ruine vorhanden ist. In diesem Palast werden die Insignien des Noble Order of the Thistle aufbewahrt. Dieser Orden ist das schottische Gegenstück zum englischen Hosenbandorden und wurde 1687 von Jakob VII gegründet. 16 Personen dürfen diesen Titel tragen und das durch das nachgestellte KT (Knight of the Thistle) ausdrücken. Aufgrund des grünen Kniebandes werden sie auch Green Knights genannt und das Motto dieses exklusiven Clubs lautet: No one provokes me without impunity (Niemand fordert mich ungestraft heraus).
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Unser Abendessen haben wir dann am Ende der Welt eingenommen. So hieß der Pub. World's End. Der Name kommt daher, weil der Pub auf den Resten der Ursprünglichen Stadtmauer steht und die Einwohner Edinburghs Alles außerhalb der Stadtmauern als eine andere Welt bezeichneten.

Scotland Day 11
Posted in Schottland 2010 on September 09, 2010 by Martin

Den heutigen Tag wollten wir mit Shopping verbringen, da wir ja gestern schon alle für uns interessanten Sehenswürdigkeiten angesehen hatten.
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Alle bis auf Eine: Die HMY Britannia (Her Majesty's Yacht …). Die HMY Britannia wurde in Schottland gebaut und ist am 16. April 1953 vom Stapel gelaufen. Heute liegt sie im Hafen von Edinburgh, ca. 300 Meter von unserem Hotel entfernt. 1997 wurde sie feierlich außer Dienst gestellt, soll heißen: Das Ding war mit 30 Millionen Euro jährlichen Betriebskosten für die englischen Steuerzahler zu teuer, und die Royals wollten sie nicht selber bezahlen. Nichts desto Trotz ist das Schiff wirklich imposant. Außerdem konnte man an der Einrichtung den Geschmack der Royals erkennen. Laut Audio Guide habe die Queen dabei auf nicht zu viel Luxus bestanden. Wenn man allerdings ein paar Stationen weiter erfährt, dass der Streifen, der rings um die Bordwand verläuft, aus 34 Karat Blattgold besteht, dann kommen da schon Zweifel auf. Das Schiff konnte 23 Knoten (ca. 42 kmh) machen. Das interessante dabei ist, dass das Schiff mit Dampfturbinen angetrieben wurde. Die beiden Maschinen konnten zusammen 12000 PS leisten. Was wirklich überraschend war: Der Maschinenraum sieht aus, als wollte hier ein Chirurg seine Arbeit verrichten: klinisch rein. Irgendwie ist da schon ein Unterschied zu meiner Aprilia....
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Danach haben wir uns noch diverse Geschäfte in mehreren Shopping Centern angesehen und auch noch den einen oder anderen Laden in der Innenstadt (gefühlt: Alle Geschäfte im Commonwealth).
Das Abendessen haben wir dann am anderen Ende der Welt eingenommen (genau gegenüber des Pubs von gestern). Zum Abschluss gab es noch einmal Fish and Chips. Jetzt sitzen wir noch in der Hotelbar und lassen den Abend ausklingen.
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