Freitag, 31. August 2018

Tag 10

Weil wir gestern ja schon so verrückt waren und ohne Regenkombi gefahren sind haben wir das heute gleich nochmal durchgezogen. Hat wieder funktioniert. Kein einziger Tropfen Regen. Ich glaube jetzt haben wir einen Lauf.

Irgendwo habe ich mal gelesen “Wer Irland besucht muss mindestens zwei Castles besuchen. Eins das noch bewohnt ist und eine Ruine”. Keine Ahnung wen ich hier gerade zitiere, aber beides haben wir heute erledigt (eigentlich war die Abbey von vorgestern ja ursprünglich auch ein Castle, also hatten wir wohl einen Teil schon gehabt, aber egal). Das erste Ziel war “Dunguaire Castle”. Ziel ist eigentlich gelogen. Es stand plötzlich neben der Straße die wir sowieso gefahren wären also haben wir eben kurz mal angehalten um uns die Hütte mal anzusehen. Das ist sie, insgesamt vier Stockwerke (der erste von 1520, der vierte von 1966) in schöner Lage an einem Meeresarm.:

Castle1Castle2Castle3Castle4Castle5

Nach diesem kurzen Intermezzo ging es dann weiter zu unserem eigentlich geplanten ersten  Ziel “Aillwee Cave”. Die Höhle wurde 1940 zufällig von einem Einheimischen entdeckt als sein Hund ausbüxte und darin verschwand. Jacko McGann ist seinem Hund hinterher und hat die Höhle so ganz zufällig entdeckt. Das Ganze tat er mit einer Kerze. Wir waren heute mit elektrischen Licht unterwegs und es war trotzdem nicht wirklich hell. Als Highlight (?!) hat dann unsere Tour-Guide an einer Stelle alles Licht ausgeschaltet. Ich kann euch sagen 100% Dunkelheit ist RICHTIG dunkel. Zum Glück ging die Kerze von Jacko nicht aus und unser Licht wieder an. So konnten wir alle wieder heil aus der Höhle kommen. Ich warte auch keine 30 Jahre (so lange hat nämlich Herr McGann gewartet) bis ich euch davon erzähle. Hier sind ein Paar Bilder aus der Höhle:

Cave1Cave2Cave3Cave4

Von da aus fuhren wir in Richtung “Cliffs of Moher”. Wohl das berühmteste Wahrzeichen Irlands. Die Steilküste hier ist wirklich wunderschön:

Parking

Oh, Mist, das war einer der Parkplätze (ja, Mehrzahl). Wir hatten aber Glück und es war gar nicht so viel Los. Jetzt aber die echten Bilder:

Moher1Moher2Moher3Moher4

Kurz nach den Cliffs haben wir nochmal spontan gestoppt um diese Bilder zu machen:

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Heute übernachten wir im “Cill Chiarain B&B” in Ballybunnion. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten sind wir wieder aufs Motorrad gestiegen um etwas Essen zu gehen, da mal wieder kein Restaurant in der Nähe ist. Hier hatte ich wieder ein wenig das Gefühl deplatziert zu sein, diesmal aber nicht weil man hier keine Touristen erwartet. Ganz im Gegenteil, es gab hier Einige, allerdings haben die noch ihre Golfbags dabei gehabt und wir beide saßen in unserer Motorradmontur im Restaurant Smile. Das Essen war lecker. Danach haben wir uns noch die Minicliffs im Ort angesehen:

Ballybunnion1Ballybunnion2Ballybunnion3

Facts of the day

  • Distanz: 204 km, dafür aber viel Touri-Zeug Winking smile
  • Kurven: Viele. Viele schöne.
  • Wetter: Bombe. Kein Regen UND Sonne.
  • Menschen: Nochmal ein Beispiel. An unserem spontan Castle haben wir zwei Becher Kaffee gekauft. Mit denen sind wir dann zum Parkplatz und mussten feststellen: Es gibt keinen Mülleimer. Ich habe mir die Becher geschnappt, bin zu einem Reisebus und habe den Fahrer gefragt ob ich sie ihm geben kann, damit er sie später entsorgt. War kein Problem. Ich bedankte mich und wollte schon wieder zum Motorrad, da hat mich nochmal zurückgerufen. Er wollte wissen wohin wir fahren. Als die Richtung klar war hat er mir noch eine wirklich schöne Strecke auf der Karte gezeigt (mit der Anmerkung dass dort keine Busse fahren Winking smile) die wir dann auch spontan in unsere Routenplanung eingebaut haben.
  • Wilde Tiere: Heute mal in Farbe und Bunt
    Animal1Animal2Animal3

Mittwoch, 29. August 2018

Tag 9

Wir waren heute mal total verrückt. Vollkommen Crazy. Sind total eskaliert. Soll heißen: Wir haben die Regenkombis mal nicht angezogen Smile. Hat funktioniert, wir sind heute wirklich kein einziges Mal nass geworden Smile.  Zwischendurch haben wir sogar überlegt ob wir die Sonnenbrillen aufsetzen. Haben wir nicht. Wir wollten sie ja nicht erschrecken Winking smile.

Von unserem B&B sind wir zunächst ein Stück zurück gefahren um “Kylemore Abbey” zu besichtigen. Die Abtei war vorher ein privates Anwesen, dass  Benediktinernonnen 1920 zu einer Abtei und Mädchenschule umfunktionierten. So sieht sie aus:

Abbey

Angeschlossen sind auch eine kleine Kirche (eine Miniaturausgabe einer Kathedrale im Neo-Gothischen Stil ) und die Gärten in denen sowohl exotische Früchte als auch Gemüse angebaut wurden:

ChurchGarden1Garden2Garden3

Von da aus ging es dann wieder in die entgegengesetzte Richtung. Genauer gesagt nach Clifden. Dort sind wir auf der Sky-Road die Küste entlang gefahren und konnten einige schöne Ausblicke genießen:

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Unser B&B heißt “Ash Grove Guesthouse” und ist 15 Minuten Fußweg von Downtown Galway entfernt. Nach den abgelegenen Übernachtungen der letzten Tage ist das hier schon anders. Überall ist Leben, haufenweise Straßenmusiker und jede Menge Bars und Restaurants. Nach einem traditionellen Fish & Chips sind wir dann auch zu unserm ersten Whiskey gekommen Smile. Lecker. So schaut es in Galway aus:

Galway1Galway2Galway3

Facts of the day

  • Distanz: 224 km + 15.000 Schritte
  • Kurven: Auf der Sky-Road sogar Kehren Smile
  • Wetter: Sonne Smile
  • Menschen: Immer noch freundlich. Du fährst einfach so die Straße entlang und die Menschen Grüßen dich. Einfach so.
  • Wilde Tiere: Schweine. In den Gärten der Abtei (die Tiere, keine Touristen)

Dienstag, 28. August 2018

Tag 8

Heute wurden wir nur einmal Nass! Dummerweise von Abfahrt bis Ankunft :-(. Aber der Reihe nach...
Frühstück: Full Irish (Tomate und Pilze haben wir aber wegoptimiert). Dafür gab es heute Black Pudding and White Pudding. Dazu selbstgemachte Scones und selbstgemachte Marmelade. Noch ein paar Gute Tipps mit auf den Weg schon sind wir auch wieder auf der Straße. Ganze 500m. Dann kam der erste Halt. Ein Steinkreis, fast direkt an unserem B&B. Glücklicherweise sind wir nicht im Irland des 17. Jahrhunderts gelandet, aber wir haben die Steine ja auch nicht angefasst. So sah es da aus:
StoneCircle
Danach ging es weiter nach Süden, durch den Ballycroy National Park, einem der größten Sumpfgebieten Europas. Die Landschaft ist wirklich interessant. Zwar sind wir mindestens 1.950 Meter unter der Baumgrenze (ca. 2.000m, wenn ich mich richtig erinnere) aber trotzdem wächst hier kein einziger Baum. Grün ist es hier auch nicht (Kerrygold hat hier wohl nicht für den Werbespot gedreht) sondern eher bräunlich von einer Art Schilfgras.
Von hier aus ging es dann weiter nach Achill Island. Die Küstenstraße war wieder unglaublich. Einerseits hatten wir wieder richtig viele Tiere (ok, immer die gleiche Art nämlich Schafe) auf und neben der Straße, andererseits ging die Route wirklich direkt an Steilküsten entlang. Hier ein paar Bilder:
Achill1Achill2 (1)Achill3
Von Achill aus ging es dann an der Newport Bay entlang nach Westport.  Scheint ein ganz süßes Örtchen (für irische Verhältnisse Großstadt) zu sein, allerdings sind wir nur durchgefahren da wir noch einen Termin hatten.
Auf dem Weg zu diesem Termin in Louisburgh kamen wir dann auch am heiligen Berg der Iren, Croagh Patrick vorbei. St. Patrick soll da im 5. Jahrhundert 40 Tage gefastet haben. Dann hat er (wohl wegen Unterzuckerung, denn Snickers gab es scheinbar noch nicht) ein Glocke vom Berg ins Tal geworfen und so alle Schlangen von Irland vertrieben. Wir haben übrigens immer noch keine gesehen. Das haben die Schlangen mit dem Berg gemeinsam, den haben wir wegen dem Regen auch nicht sehen können Winking smile.
So zu unserem Termin. Das ist er:
Laundry
Eine 24h Wäscherei an einer Tankstelle. Waschen und trocknen bis 18 kg Surprised smile. Haben wir dann auch gemacht. Genial! Das ist deutlich angenehmer als Handwäsche und trocknen über der Heizung. Nach einer Stunde war Alles sauber und trocken. Wir nicht. Dafür haben wir in der Stunde einen Schweizer Motorradfahrer (Martin) kennengelernt und uns über unsere bisherigen Irlanderfahrungen ausgetauscht. Lustig war, dass wir uns erst eine ganze Zeit auf Englisch unterhalten haben, bevor wir merkten dass Deutsch auch funktioniert Smile.
Von da aus sind wir dann noch ein paar km weiter zu unserer Unterkunft (Cornerstones B&B in Crocnaraw, Moyard) gefahren. Hier sind noch ein paar Eindrücke von unterwegs:
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Kurz vor unserer Ankunft (ca. 200 Meter) hat es dann aufgehört zu regnen und die Sonne kam raus. Das haben wir nach dem beziehen unseres Zimmers dann gleich für einen Spaziergang genutzt. Wer weiß wann es wieder mal geht…

Facts of the day:

  • Distanz: 258 km
  • Kurven: Viele. Schöne. Links wie rechts ist egal.
  • Wetter: Nass. Alle Arten von Regen haben wir heute durch.
  • Menschen:  Ich muss mich wiederholen: Einfach nett.
  • Wilde Tiere: Ein springender Lachs. Gefühlt 25 m lang. Schätze das stimmt aber nicht ganz. Trotzdem riesig.
  • Nordkap - Tag 22 und Fazit

    Irgendwann Nachts hat sich die See beruhigt und das Schiff hat nur noch sanft geschaukelt und wir konnten gut schlafen. Unser Frühstück dur...