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Balkan Tag 14

Nach einer geruhsamen Nacht und einem leckeren Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Westen gemacht. Eigentlich wäre jetzt Tirana auf dem Programm gestanden, aber nachdem uns sowohl andere Touristen, als auch Albaner davon abgeraten haben, haben wir das sein lassen.  Stattdessen sind wir erst einmal durch den Mavrovo Nationalpark gefahren. Im Winter ist das wohl ein Skigebiet. Im Moment ist es bei knapp unter 40°C einfach eine gut ausgebaute Strecke, die sich in vielen, vielen Kurven durch eine wunderschöne Gegend schlängelt. Unser Weg führte uns weiter, wieder zurück nach Albanien. Die Grenze haben wir, wieder problemlos, in der Nähe von Debar überquert. Eigentlich hatten wir überlegt heute bis Ada in Montenegro zu fahren, aber angesichts der Straßenverhältnisse hat sich das schnell als unrealistisch herausgestellt. Deshalb haben wir bei einer Trinkpause mal wieder umgeplant und uns einen Campingplatz bei Rreshen gesucht. Die Fahrt dahin war vom Navi mit rund 45 Min...

Balkan Tag 13

Die Nacht war gut. Gegen 4 Uhr ging das krasseste Vogelkonzert los, das ich je erlebt habe. Nachdem ich ein paar Minuten zugehört hatte, konnte ich auch bis zum klingeln des Weckers weiterschlafen. Ja, wir brauchen sogar im Zelt einen Wecker. Beim Frühstück haben wir dann beraten, wie es weiter gehen sollte. Nach der Camping Erfahrung haben wir echt überlegt, ob wir direkt wieder nach Albanien zurück sollten. Wir haben uns dagegen entschieden und beschlossen Nordmazedonien noch eine Chance zu geben. Und das war auch gut so.  Unser erstes Ziel heute hieß Markovi Kuli bei Prilep. Diese Siedlung liegt oberhalb der Stadt. Leider darf man nicht bis ganz hoch fahren und die Hitze der letzten Tage haben ihren Tribut gefordert und heute waren es auch wieder 41 °C. Wir hatten keine Lust schon wieder in Motorrad Kleidung auf einen Berg zu wandern. Am Durchfahrt Verboten Schild sind wir umgedreht und haben das nächst mögliche Café aufgesucht. Immerhin konnte ich so aus der Ferne noch ein Foto...

Balkan Tag 12

Nach dem Frühstück haben wir noch ein paar Fotos von Berat gemacht.  Wir haben aber beschlossen uns die Burg nicht anzusehen. Die Burg ist nämlich tatsächlich ein ganzes Stadtviertel und das war uns einfach zu viel. Stattdessen haben wir uns auf den Weg in Richtung Nordmazedonien gemacht.  Das Tagesziel hieß Sveti Naum. Das vom heiligen Naum Ende des 9. Jahrhunderts gegründete Kloster liegt malerisch am Ohridsee, direkt an der Nordmazedonisch-Albanischen Grenze. Das Kloster ist wirklich einen Besuch wert. Abgesehen von dem eigentlichen Kloster gibt es noch drei weitere Kapellen, mehrere Restaurants und Souvenirstände. Da die Anlage direkt am See liegt gibt es einige Strände, die zum Baden genutzt werden können.  So sieht das eigentliche Kloster aus: Und das sind die drei Kapellen: Unsere Unterkunft ist heute wieder unser Zelt. Das ist immernoch toll. Der Campingplatz, auf dem w...

Balkan Tag 11

Nach dem Frühstück sind wir in Richtung „Syri i Kaltër“ oder auch „Blue Eye“ aufgebrochen. Das ist die wasserreichste Quelle von Albanien. 6 Kubikmeter pro Sekunde und immer ziemlich genau 12,75 °C sind die technischen Daten, aber der Anblick ist einfach toll. Wir sind zu Fuß um den See gewandert. Bei über 30 Grad und in Motorrad Hose und Motorrad Stiefeln. Es geht angenehmer… Wer das nicht möchte kann mit einer Bimmelbahn entweder one way oder auch hin und zurück fahren. Parkplätze gibt es zumindest aktuell mehr als genug und als Motorradfahrer spart man sich bestimmt 1km Fußweg, da man bis direkt an die Bahnhaltestelle fahren darf. Außerdem stehen Schnabeltiere und andere Vertreter der Gattung Feuerstuhl hier unter den wachsamen Augen der Ticket Verkäufer. Insgesamt waren wir hier rund 3 Stunden beschäftigt. Danach sind wir in Richtung der Stadt Berat aufgebrochen. Das Navi hat einen deutlichen Umweg vorgeschlagen, der aber im Endeffekt zeitlich sc...

Balkan Tag 10

Die Nacht war sehr abrupt um Punkt 8:30 Uhr vorbei. Die Bonanza Melodie unserer Türklingel war dafür verantwortlich. Ja, das Zimmer hat eine Türklingel. Vor der Tür stand der Kellner mit unserem Frühstück. Einen Frühstücksraum hat das Hotel nämlich nicht. Stattdessen wird auf dem Balkon mit Meerblick gefrühstückt. Danach haben wir uns den Alltagsaufgaben auf Reisen mit leichtem Gepäck und zu viel Elektronik gewidmet. Das bedeutet, wir haben Wäsche gewaschen und die Daten unserer Kameras auf die externe Festplatte kopiert. Als das fertig war, war es auch schon Mittagszeit. Wir haben den besten Badeanzug und die beste Badehose angezogen, die wir dabei haben und sind an den Strand, der ca. 100 Meter von unserem Hotel entfernt ist.  Dort haben wir uns für 1000 albanische Lek (umgerechnet 10 Euro) zwei Liegen und einen Sonnenschirm für den Tag gemietet. Die Strandhandtücher wurden uns vom Hotel kostenlos zur Verfügung gestellt. Klasse Service! Da haben wir auch d...

Balkan Tag 9

Das heutige Ziel war die Riviera. Also die albanische Riviera. Aber der Reihe nach. Aufgewacht bin ich heute vor dem Wecker. Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass wir hier in Albanien wieder in der gleichen Zeitzone wie Deutschland sind. Geweckt wurde ich von Fröschen, Hähne und Kühen, die scheinbar den neuen Tag begrüßen wollten.  Nach dem Camping-Frühstück mit löslichen Kaffee und Marmelade, diesmal auch, zur Sicherheit, aus Deutschland mitgebrachtem Knäckebrot, bin ich zur Völkerverständigung auf einen Plausch zu den albanischen Motorradfahrern gegangen, die gestern spät abends noch angekommen sind. Einer davon arbeitet in, oder ist der Chef der BMW Motorrad Niederlassung in Tirana, der Hauptstadt von Albanien. So genau kann ich das nicht sagen, denn die Jungs konnten nur wenig Englisch. War aber egal, irgendwie haben wir uns trotzdem unterhalten. Danach das übliche Packen und verstauen unserer Habseligkeiten. Es gab noch eine Unterbrechung durch zwei „Pancakes“, die uns au...