Direkt zum Hauptbereich

Grünes Band - Tag 10 und Fazit

Heute morgen hat es in Nürnberg geschüttet, zumindest bis wir losfahren wollten. Nach dem Start haben wir tatsächlich nur noch einen Schauer abbekommen und den Rest des Tages mit überraschend viel Sonne den Heimweg zurückgelegt. Ein kurzer Stopp bei einer Bäckerei im Landkreis Kitzingen, ein weiterer im Biergarten in Marktheidenfeld und schon waren wir zu Hause. 

So, wie ist das Fazit des Urlaubs? Wenn man bedenkt, dass ursprünglich Pyrenäen bzw. Italien angedacht waren, scheint der Vergleich etwas unfair zu sein. Das ist aber wirklich nicht der Fall. 

Auch Deutschland bietet abseits der Autobahnen und großen Bundesstraßen wirklich tolle Strecken für Motorradfahrer. Teilweise erinnerten sie uns wirklich an die Single Track Roads von Schottland oder Irland. In den Mittelgebirgen haben wir auch die eine oder andere schöne Serpentine gefunden. Das war das Fazit als Motorradfahrer.

Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze finden sich viele Freilichtmuseen, übrig gebliebene Wachtürme und weitere Erinnerungen an die deutsche Teilung. Besonders war die Begegnung mit einem Mann, der alle drei Schritte von Bau bis zum Fall der Grenze miterlebt hat. Selbst wenn nicht explizit darauf hingewiesen wird, kann man doch sehr gut erkennen wo der frühere Grenzverlauf war, der heute durch das Grüne Band ersetzt wurde. Unserer Meinung nach sind diese Punkte definitiv einen Besuch wert.

Wenn es etwas bedauerliches an diesem Urlaub gibt, dann ist es wohl dass das schlechte Wetter verhindert hat dass wir öfters im Zelt übernachten konnten.
Klar hätten wir das trotz Regen machen können, aber im Regen kochen oder frühstücken macht nicht wirklich Spaß. Zudem hätte die nasse Motorradkleidung auch noch einen Platz im Zelt finden müssen. Da haben wir dann doch lieber auf Hotels zurückgegriffen. 
Vielleicht sind wir aber auch einfach zu weich. Ist uns aber vollkommen egal. Trotzdem hat es uns gezeigt, dass ein Roadtrip mit einem Motorrad, Zelt und zwei Personen sehr gut funktioniert.

Hier ist zum Abschluss noch eine Übersicht unserer 2.164,4 km langen Tour.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nordkap - Tag 22 und Fazit

Irgendwann Nachts hat sich die See beruhigt und das Schiff hat nur noch sanft geschaukelt und wir konnten gut schlafen. Unser Frühstück durften wir vor dem großen Panoramafenster am Heck zu uns nehmen. Kurz vor 10 Uhr konnten wir dann auf das Autodeck unserer Fähre. Zunächst sind wir etwas erschrocken. Nicht weil am Schnabeltier etwas passiert war, dem ging es gut und es stand noch so wie wir es verlassen hatten. Vielmehr war es der Gestank nach Fisch. Dann haben wir gesehen dass aus einem Kühllaster richtig viel Wasser ausgelaufen ist. Scheinbar war der Trailer voll mit Fisch. Die rauhe See vom Vorabend hat also keine Fische auf das Deck gespült, die waren schon vorher da. Das Entladen ging überraschend schnell und so waren wir um halb elf schon mitten in Kiel. Da das Headset von Jana die letzten Tage immer nur noch sporadisch funktionierte war unser erster Stopp eine Louis Filiale um ein Ersatzmikrofon zu kaufen. Daraus wurde leider nichts, da die Angestellten uns erst ignoriert

Nordkap - Tag 21

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den langen beschwerlichen Weg zum Fährhafen in Oslo. Gegen 9:30 Uhr ging es los. Kurz nach 10:00 Uhr kam unsere Tagesetappe zu einem abrupten Ende. Wir waren angekommen. Ab dann hieß es mal wieder warten (wie gestern ja bereits befürchtet). Über 2 Stunden. Während dieser Zeit haben wir uns mit einem Ehepaar aus Wiesbaden unterhalten, die Norwegen mit dem Fahrrad unsicher gemacht haben. Das Ziel war bereits zum greifen nah: Nachdem alle Autos schon auf die Fähre durften kamen dann auch endlich die Fahrradfahrer und Motorräder (jeweils 3) an die Reihe. Das war neu für uns. Normalerweise sind Zweiräder immer die ersten, die an Bord dürfen. Als wir dann die Parkposition erreicht hatten kam ein mittelschwerer Schock. Wir sollten die GS an einem großen Spanngurt am Boden fest machen. Die sonst üblichen Ösen oder Stahlseile gibt es hier nicht. Auch sonst gab es keine Ausstattung. Keine Keile um die Räder zu blockieren und auch keine Span

Tag 1

Soo. Nachdem gestern überraschenderweise Alles in die Innentaschen der Koffer gepasst hat mussten wir die heute nur noch einladen. Das ging wirklich problemlos. Schon erstaunlich. Normalerweise schaffen wir es den Kofferraum von unserem Kombi zu füllen und heute kommen wir mit drei Motorradkoffern  aus. Verrückterweise haben wir fast mehr Technik dabei als Kleidung, aber die kann man ja waschen… Zum Vergleich seht ihr hier meine Kleidung für drei Wochen: Und hier unsere gesammeltes Technikzeugs: Die Anreise nach Amsterdam, bzw. IJmuiden lief bis auf einen kleinen Stau bei Köln problemlos. Was die Kölner sich aber dabei denken erst die linke von drei Spuren wegfallen zu lassen um dann kurz darauf die rechte Spur zu schließen muss man nicht verstehen. Naja egal. Den Fährhafen haben wir gegen 13:30 Uhr erreicht, also rund drei Stunden zu früh. In der Warteschlange haben wir dann Peter und Madeleine kennengelernt. Die beiden sind gerade mit ihrer GS auf dem Heimweg  nach Newcastle. Peter h