Direkt zum Hauptbereich

Posts

Sardinien Tag 10

Heute waren wir wieder etwas später dran, aber egal. Ist ja Urlaub.  Außerdem war heute nur eine kleine Runde geplant. Heute war auch mal nicht der Weg das Ziel, sondern wir wollten uns gezielt drei Sehenswürdigkeiten anschauen.  An der Ersten waren wir schon, haben aber die Ausfahrt verpasst. Gairo Vecchio. Das vermutlich bekannteste Geisterdorf Sardiniens. Bis 1951 war es noch bewohnt. Mitte Oktober kam damals ein 6 Tage dauerndes Unwetter, bei dem kontinuierlich 300mm bis 500mm Niederschlag pro Quadratmeter fielen. Das Dorf wurde gut zur Hälfte unter einer riesigen Schlammlawine begraben. Die Einwohner kämpften Tage und Wochen, mussten sich aber letztendlich doch geschlagen geben. Heute stehen nur noch Ruinen. Und so sieht es hier aus: Das zweite Ziel war Nuraghe Serbissi. Nuraghen findet man überall auf Sardinien. Wozu sie genau dienten ist umstritten. Ob es jetzt Kultstätte, Grabanlage oder Befestigungsanlagen waren ist letzten Endes ja...

Sardinien Tag 09

Heute stand wieder ein Pausentag auf dem Programm, d.h. das Schnabeltier blieb stehen. Heute Morgen war es stark bewölkt und es sah nach Regen aus. Als es dann gegen Mittag heller wurde und sich schließlich sogar die Sonne zeigte, sind wir wieder zu der Badebucht gelaufen. Das Meer war heute aber deutlich unruhiger. Jana hat sich zwar mutig in die Wellen geworfen, nach kurzer Zeit ist aber auch sie wieder an Land gekommen. Ich war diesmal gar nicht im Wasser. Bilder haben wir auch nur mit der Action Cam gemacht.  Nachdem wir noch ein paar Sonnenstrahlen auf einem Felsen genossen haben, sind wir zurück zum Pool gegangen. Kurz nach Kaffee und Croissant hat es dann tatsächlich angefangen zu regnen. Später am Nachmittag hat es sogar gewittert. Wir haben den Tag also größtenteils mit Lesen verbracht.  Selbst zum Abendessen sind wir zuhause geblieben, da wir noch zu viele Lebensmittel für das Frühstück übrig haben. Übermorgen müssen wir ja diese Unterkunft räumen und ob ...

Sardinien Tag 08

Heute war das Frühstück noch früher als gestern. Ich hoffe der Trend setzt sich nicht fort. Allerdings waren wir so auch schon um kurz nach 9 Uhr auf der Straße. Insgesamt rund 340 Kilometer. Dieses Mal war es keine vorgefertigte Route von Biker Betten, sondern eine mit kurviger.de geplante Route. Zusammenfassen könnte man es so: Einmal nach Süden am Meer entlang und durchs Landesinnere wieder zurück. Kurviger hat uns dabei so semi-gute Dienste erwiesen.  Es gab eher langweilige Abschnitte. Es gab in der Nähe von Cagliari Abschnitte, die wie eine riesige Müllhalde aussehen (da können sich unsere Nachbarn aus Österreich noch so über ihren frisch eingeführten Dosen- und Flaschenpfand aufregen. Hier sollte dieser auch schnellstmöglich eingeführt werden.) Genug gemotzt. Kurviger.de hat uns nämlich auch eine wunderschöne Küstenstraße entlang geschickt. Der Weg durchs Landesinnere war aber nicht weniger schön. Als Krönung gab es noch ein ganz klein wenig Schotter unter die Räder. Viele F...

Sardinien Tag 07

Das war der beste Burger in unserem bisherigen Leben. Kleiner Cliffhanger bis zum Ende des Blogs 😉. Heute sind wir relativ früh wach geworden und konnten deshalb schon um 9:30 Uhr, natürlich nach dem Frühstück, starten. Die heutige Rundtour sollten etwas über 300km werden. Es gab wieder Kurven, Kurven und Kurven. Jede Strecke, die mehr als 500 Meter geradeaus führt haben wir bewusst wahrgenommen, weil das hier eine Seltenheit ist. Die Strecke führte uns unter anderem durch Las Plassas. Bei diesem kleinen Städtchen kann man die "Tombe dei Giganti" (Gigantengräber) finden. Die riesige Grabanlage wird auf das Jahr 1865 v. Chr. geschätzt und ist somit fast 1100 Jahre vor den ersten Wettkämpfen in Olympia entstanden. Kurz darauf konnten wir selbst erleben, dass es auf der Insel leider immer wieder zu Wald- und Flächenbränden kommt. Bis dahin haben wir aber schon zahlreiche abgebrannte Gegenden gesehen.  Übrigens ist das Tankstellennetz auf Sardinien besten...

Sardinien Tag 06

Der Tag hat heute nach dem Aufstehen angefangen und das war spät. Also gegen 9:30 Uhr.  Nach dem Frühstück haben wir dann ganz gemütlich zusammen gepackt, was wir für den Tag so brauchen. Gegen 11 Uhr waren wir dann auch schon auf der Straße. Heute galt es eine Rund Tour, mit einer Distanz von ca. 2 Kilometern, zu absolvieren. Das Schnabeltier wollten wir dafür nicht behelligen und somit hatte es heute einen Pausetag. Unser Ziel war eine Badebucht, in der wir ein paar Stunden mit Schnorcheln verbracht haben. Ja, sogar Taucherbrillen passen ins Gepäck. In der Bucht war sehr wenig los, was vermutlich daran liegt, dass es keinen Sandstrand gibt. Stattdessen sind da richtig große Kieselsteine. Am Nachmittag sind wir dann zurück an den Pool gewechselt und haben da den Tag bis zum Abendessen verbracht.  Das Restaurant, in das wir wollten, hat uns ohne Reservierung nur eine Stunde Zeit zum Essen gegeben. Darauf hatten wir aber keine Lust. Stattdessen haben wir einen Tisch...

Sardinien Tag 05

Heute haben wir erstmal ausgeschlafen. Ist ja schließlich Urlaub. Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse haben wir uns dann wieder auf die Straßen Sardiniens begeben. 230 Kilometer Roundtour standen heute auf dem Programm. Auf der Strecke haben wir mehrere Bergpässe (ja, gibt es auf Sardinien wirklich) überquert. Der höchste davon war mit 1246 Höhenmetern der Arcu Correboi. Über diese Höhe lacht zwar jeder halbwegs selbstbewusste Alpenpass, aber hier starten wir nunmal auf Meeres Niveau. Von daher ist das auch gar nicht so wenig. Die Strecke war wirklich abwechslungsreich. Mal waren es dichte Pinienwälder, dann wieder spärliche Vegetation dafür aber geniale Fernblicke, abwechselnd auf das Meer oder tiefer gelegene Täler. Aber Eins gab es immer: Kurven satt. Hier sind ein paar Bilder von unterwegs. Was uns beim durchqueren der kleinen Bergedörfer extrem aufgefallen ist, sind die vielen Wandmalereien. Hier sind ein paar Beispiele: ...

Sardinien Tag 04

Die letzte Nacht war nicht schön. Das Meer war echt unruhig. Körperlich hatten wir beide zum Glück keine Ausfallerscheinungen, geschlafen habe ich aber trotzdem nicht viel. Der Grund dafür war, dass das Schnabeltier nicht festgemacht war, als wir es in der Fähre zurück gelassen haben. Während der Nacht hat es dann an Bord ständig gescheppert und laute Schläge waren auch zu hören. Ich habe mir die ganze Nacht überlegt, ob ich den Sekundenkleber noch bezahlen muss, damit ich die GS wieder zusammen setzen kann 🤔. Nachdem die Fähre pünktlich um 8:30 Uhr festmachte kam die Stunde der Wahrheit: Das Schnabeltier stand noch 😊. Und die Mannschaft hatte es sogar gesichert: Das mach ich ab jetzt auch so, wenn sie mal auf auf einen Anhänger muss. Scheint ja genug zu sein 🤔. Von Olbia sind wir heute, mit ein wenig Umweg, bis nach Arbatax gefahren. Die Strecke hat uns durch die Berge und an der Küste entlang geführt. Wir können jetzt wirklich verstehen, warum Sardinien bei Motorradfah...