Dienstag, 3. September 2019

Nordkap - Tag 12

Zum Frühstück mussten wir heute ungefähr 500 Meter laufen. Wir haben zwar die Nacht in einer Fischerhütte verbracht, aber die gehört zu einem Hotel. Das Buffet war auch wieder vollkommen in Ordnung und so konnten wir gut gestärkt auf die Straße gehen.

Das war heute auch nötig. Das Wetter hat sich gegenüber Finnland deutlich verändert. Temperaturen um die 10 Grad mit Regen der durch Sturmböen waagrecht ankam. Ein paar Mal wären wir fast im Stand umgeweht worden, so heftig war das.

Unser erstes Ziel war in Borg (für Star Trek Fans: Nein, wir wollten nicht assimiliert werden). Hier wurde das größte Langhaus aus der Vikingerzeit bei Ausgrabungen entdeckt und komplett nachgebaut:

In dem Museum gab es viele Informationen und Ausstellungsstücke über das Leben der Vikinger. Die Macher der Serie Vikings sind wohl auch zur Recherche hier gewesen, denn viele Charaktere aus der Serie konnte man mit hier erwähnten Personen aus der Geschichte in Verbindung bringen. Etwas überraschend war die Tatsache dass viele der Angestellten Deutsche sind. Mit uns waren noch einige Schulklassen (kein Problem) und eine französische Reisegruppe (grand malheur) hier. Die Franzosen nehmen, im Gegensatz zu den Schülern, keine Rücksicht ob sie einem in den Weg oder ins Bild laufen. Trotzdem konnten wir ein paar Fotos ohne fremde Menschen machen (auch wenn man teilweise viel Geduld gebraucht hat):

Von da aus ging es dann erstmal in ein Shopping Center:

Und gekauft haben wir - Lebensmittel, auch wenn Jana den Camping Stuhl mit Teddy-Bezug wirklich gerne mitgenommen hätte...

Dieser kurze Stopp hat gereicht, dass die französische Reisegruppe vor uns in A sein konnte. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Fischerdorf das heute als Freilichtmuseum fungiert. Warum ich die Franzosen erwähne? Weil mich so eine blöde Kuh (die mir vorher mindestens 10 mal ins Bild gelatscht ist) aus 50 Meter Entfernung angeschrien hat ich möge doch aus dem Bild gehen. Natürlich auf französisch, denn das spricht ja hier die ganze Welt... Egal, das Dörfchen war trotzdem nett anzusehen.

Zum Abendessen gab es heute etwas für Norwegen typisches. Nein, keinen Stockfisch (der liegt hier immernoch eingeschweißt weil wir uns nicht richtig ran trauen) auch kein Elch- oder Rentier Steak sondern das hier:

Kein Witz, die Norweger essen Pizza in Massen. Leider stehen die scheinbar auf die amerikanische Variante.

Unsere Unterkunft ist noch dieselbe wie gestern. Eigentlich war unser Plan heute Abend noch die Fähre aufs Festland zu nehmen, aber es gab kein Hotel mehr. Deshalb haben wir beschlossen die Fähre morgen früh zu nehmen und die heutige Nacht noch in der gemütlichen Hütte zu verbringen.

Facts of the day:
Distanz: Nur 152 km, neuer Rekord
Kurven: Küstenstraße .
Tunnel:  12 + 8.
Fähren: Keine, aber um sicherzustellen dass wir wieder lange genug warten müssen  haben wir schon mal am Hafen geschaut, wann die Fähre ausläuft.
Wetter: Sturmböen und waagrecht ankommender Regen.
Wilde Tiere: Außer der französischen Reisegruppe nichts erwähnenswertes.

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