Direkt zum Hauptbereich

Nordkap - Tag 16

Zum Frühstück gibt es eigentlich nichts zu sagen, da wir uns das gestern im Supermarkt selbst gekauft haben. Den Instant Kaffee mussten wir aus Gläsern trinken weil es in der spärlich ausgerüsteten Küche des Apartments keine Tassen gab.

Die Wäsche war natürlich trotz des "Wäschetrockners" noch nass was zu diesen Spätfolgen in unserem heutigen Hotelzimmer geführt hat:


Mal sehen wie es morgen damit aussieht.

Unser Weg führte uns heute entlang der Atlantikstraße nach Ålesund. Die Strecke und das Wetter waren abwechslungsreich. Zum Glück hat es heute nur selten geregnet und ab dem Nachmittag gar nicht mehr. Ich kann mich schon nicht mehr erinnern wann wir zuletzt trocken in einer Unterkunft angekommen sind. Heute war das der Fall.

Entlang der Route wurde natürlich auch wieder die Kamera bemüht:


Auf der Strecke mussten wir auch zwei mal Fähre fahren. Unser Glück hat uns verlassen, denn wir haben beide noch ablegen sehen und mussten auf die nächste Tour warten. Wenigstens schien beide Male die Sonne und bei der zweiten Fähre hat ein netter Mensch einen Geocache versteckt. Das hat uns ungefähr 5 Minuten die Zeit vertrieben.

Aus lauter Verzweiflung kamen wir sogar auf die Idee das hier zu essen:


Unser Vorrat an Trockenfisch belief sich auf 25 Gramm. Nach eingehenden Geruchs und Geschmackstest sind davon noch 23 Gramm übrig. Scheinbar muss man Nachfahre von Wikingern sein damit einem das schmeckt. Wir sind keine.


Unser Hotel liegt mitten im Herzen von Ålesund und so haben wir mal wieder unser Schrittziel bei einem Rundgang durch die Stadt erreichen können. Nach einem verheerenden Brand 1904 wurde die Stadt im Jugendstil neu aufgebaut. So schaut es hier aus:


Unser Rundgang hat uns auch die 418 Stufen auf den Hausberg Aksla geführt. Der Weg dorthin sieht so aus:


Wenn man den dann hinter sich gebracht hat (oder einfach mit dem Auto hochfährt, was natürlich vollkommen spaßbefreit ist) wird man mit einem tollen Blick belohnt:


Zum Abendessen gab es leckeren Fish & Chips am Imbiss gegenüber von unserem Hotel, nachdem wir ohne Reservierung nicht in das zunächst ausgedeutete Restaurant konnten. Der Imbiss hat übrigens bei Google eine Bewertung von 4,2 Sternen. Das Restaurant nur 4,0.


Facts of the day:
Distanz: 206 km.
Kurven: Ja, viele davon trocken und mit Ausblick. 
Tunnel:  6. Davon wieder zwei Unterwasser.
Fähren: 2. Wiedermal mehr Wartezeit als Fahrzeit dafür endlich mal trocken und mit Sonne. Da ist Warten nur halb so wild.
Wetter: Steht oben schon.
Wilde Tiere: Öhm. Mir ist nix aufgefallen. Doch. Ein Pudel der auch die 418 Stufen gelaufen ist.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nordkap - Tag 22 und Fazit

Irgendwann Nachts hat sich die See beruhigt und das Schiff hat nur noch sanft geschaukelt und wir konnten gut schlafen. Unser Frühstück durften wir vor dem großen Panoramafenster am Heck zu uns nehmen. Kurz vor 10 Uhr konnten wir dann auf das Autodeck unserer Fähre. Zunächst sind wir etwas erschrocken. Nicht weil am Schnabeltier etwas passiert war, dem ging es gut und es stand noch so wie wir es verlassen hatten. Vielmehr war es der Gestank nach Fisch. Dann haben wir gesehen dass aus einem Kühllaster richtig viel Wasser ausgelaufen ist. Scheinbar war der Trailer voll mit Fisch. Die rauhe See vom Vorabend hat also keine Fische auf das Deck gespült, die waren schon vorher da. Das Entladen ging überraschend schnell und so waren wir um halb elf schon mitten in Kiel. Da das Headset von Jana die letzten Tage immer nur noch sporadisch funktionierte war unser erster Stopp eine Louis Filiale um ein Ersatzmikrofon zu kaufen. Daraus wurde leider nichts, da die Angestellten uns erst ignoriert

Nordkap - Tag 21

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den langen beschwerlichen Weg zum Fährhafen in Oslo. Gegen 9:30 Uhr ging es los. Kurz nach 10:00 Uhr kam unsere Tagesetappe zu einem abrupten Ende. Wir waren angekommen. Ab dann hieß es mal wieder warten (wie gestern ja bereits befürchtet). Über 2 Stunden. Während dieser Zeit haben wir uns mit einem Ehepaar aus Wiesbaden unterhalten, die Norwegen mit dem Fahrrad unsicher gemacht haben. Das Ziel war bereits zum greifen nah: Nachdem alle Autos schon auf die Fähre durften kamen dann auch endlich die Fahrradfahrer und Motorräder (jeweils 3) an die Reihe. Das war neu für uns. Normalerweise sind Zweiräder immer die ersten, die an Bord dürfen. Als wir dann die Parkposition erreicht hatten kam ein mittelschwerer Schock. Wir sollten die GS an einem großen Spanngurt am Boden fest machen. Die sonst üblichen Ösen oder Stahlseile gibt es hier nicht. Auch sonst gab es keine Ausstattung. Keine Keile um die Räder zu blockieren und auch keine Span

Tag 1

Soo. Nachdem gestern überraschenderweise Alles in die Innentaschen der Koffer gepasst hat mussten wir die heute nur noch einladen. Das ging wirklich problemlos. Schon erstaunlich. Normalerweise schaffen wir es den Kofferraum von unserem Kombi zu füllen und heute kommen wir mit drei Motorradkoffern  aus. Verrückterweise haben wir fast mehr Technik dabei als Kleidung, aber die kann man ja waschen… Zum Vergleich seht ihr hier meine Kleidung für drei Wochen: Und hier unsere gesammeltes Technikzeugs: Die Anreise nach Amsterdam, bzw. IJmuiden lief bis auf einen kleinen Stau bei Köln problemlos. Was die Kölner sich aber dabei denken erst die linke von drei Spuren wegfallen zu lassen um dann kurz darauf die rechte Spur zu schließen muss man nicht verstehen. Naja egal. Den Fährhafen haben wir gegen 13:30 Uhr erreicht, also rund drei Stunden zu früh. In der Warteschlange haben wir dann Peter und Madeleine kennengelernt. Die beiden sind gerade mit ihrer GS auf dem Heimweg  nach Newcastle. Peter h